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In den 1940er wird die ersten Fair-Trade-Organisation namens "Ten Thousand Villages" und das Projekt SERRV International im kirchlichen Umfeld gegründet. Beide betreiben Fairen Handel überwiegend mit Handwerksprodukten. Zu Beginn ist der Faire Handel oft Bestandteil wohltätiger Projekte und hat nicht die welthandelspolitische Dimension wie heute. Der erste Fairtradeshop wird 1958 in den USA eröffnet.

 

1964 gründet Oxfam die erste alternative Handelsorganisation ATO – Alternative Trading Organisation.

 

1967 startet die niederländische Stiftung S.O.S. (heute FTO – Fair Trade Original) mit dem Handel von Produkten aus der so genannten Dritten Welt.

 

1969 wird der erste Weltladen in Breukelen (Niederlande) gegrünet.

 

1970 organisieren die kirchlichen Jugendverbände aus Kritik an der offiziellen Entwicklungspolitik Hungermärsche in 70 Städten der Bundesrepublik und mobilisieren 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

1972 wird die „Gesellschaft für Handel mit der Dritten Welt" wird als deutsche Tochter der niederländischen Stiftung S.O.S. in Würselen bei Aachen gegründet. Diese Vorläuferorganisation der GEPA erleichtert den Vertrieb der Waren, die man bis dahin aus den Niederlanden beziehen musste. Außerdem wird El Puente (Verein für Arbeits- und Sozialförderung in Entwicklungsländern e.V.) ins Leben gerufen.

 

1975 Gründung der GEPA: Am 14. Mai 1975 wird der Gesellschaftervertrag zur Gründung der GEPA als „wirtschaftlicher Arm" der Bewegung von A3WH e.V., Kirchlichem Entwicklungsdienst (KED), Misereor und der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Dritte Welt Läden unterzeichnet.

 

1985 gibt es ca. 200 Weltläden.

 

1986 Der neu gegründete Verein BanaFair e.V. importiert und vertreibt Bananen von Kleinproduzenten.

 

1988 gründen Weltläden der Region Oberschwaben dwp (dritte-welt partner GmbH). 2005 wird dwp in eine Fairhandelsgenossenschaft umgewandelt.

 

1992 die Siegelorganisation TransFair zur Ausweitung des Fairen Handels wird gegründet.

 

1997 schlossen sich verschiedene internationale Siegelorganisationen zu der gemeinsamen Dachorganisation Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) mit Sitz in Bonn zusammen. Im Mai 1997 hatte TransFair 37 Mitgliedsorganisationen.

 

1998 offizielle Gründung des Weltladen-Dachverbandes e.V. als gemeinsame Dachorganisation der Weltläden und Aktionsgruppen.

 

2001 organisieren alle Akteure des Fairen Handels erstmalig gemeinsam eine „Faire Woche" mit Unterstützung des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

 

2010 sind fair gehandelte Produkte bundesweit in rund 800 Weltläden, 30.000 Supermärkten, Bio- und Naturkostläden und bei etwa 6000 Aktionsgruppen erhältlich.

 

Innerhalb der letzten zehn Jahre erlebte der Faire Handel weltweit einen regelrechten Aufschwung. Der Verkauf von Produkten aus Fairem Handel, sowohl solchen mit Siegel als auch solchen ohne Siegel, hat schätzungsweise etwa 260 Millionen Euro eingebracht.